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Bacówka Bustryk

Bacówka Bustryk

Bacówka Bustryk
Biały Dunajec Touristische Subregion: Krakowski
Freizeitangebot: andere
An der Grenze von Poronin und Biały Dunajec, auf grünen Hügeln mit Blick auf das Gubałówka-Bergmassiv und die Tatra hält Bogdan Lassak seine Schafherde seit 15 Jahren. Ihm zu finden ist es nicht einfach, weil man das ganze Dorf überqueren und erst, wo der Asphaltweg endet, 300 Meter hinuntergehen muss. Vor Ort warten jedoch auf uns ein Holzkrug voll Żentyca, eine Bank im Schatten von Apfelbaum und śpasy, also Goralen-Witze. Die Herstellung von Oscypek ist ein komplexer Prozess. Der bereits sauer gemachte Käse ist zu formen, indem man ihn in heißem Wasser einweicht. Um den charakteristischen Muster zu drücken, ist Oscypiorka zu nutzen, d.h. eine hölzerne Form, die gespaltet wird. Wie Sie vielleicht schon erraten haben, von ihr eben übernahm der Bergkäse seinen Namen. Dann liegen Oscypki 24 Stunden in der "Brühe", also in Salzlake, die aus ihnen das überschüssige Wasser zieht. Dann landen sie auf dem obersten Regal, wo sie etwa 4-5 Tage im kalten Fichten- oder Kieferrauch geräuchert werden. Die schön angeordneten Oscypki auf dem Regal zwischen den Sparren ist ein typisches Bild in den Berghütten. So ist es auch bei Bogdan Lassak, der zwar weit von üblichen Wanderwegen seine Schafe hütet, doch sich über den Mangel an Touristen nicht beschwert. Seine Oscypki macht er auf Bestellung. Ihn besuchen manchmal Gruppen von hundert Personen, denen er über den Prozess der Entstehung des geräucherten Käses erzählt, wobei er einige der Geheimnisse verrät. Und der Schafhirte hat viele solche, weil seine Produkte einen einzigartigen Geschmack haben. Der Schafhirte auf Bustryk war in seiner Jugend oft Schäfergehilfe, wie einer seiner Großväter. Während der Arbeit in Bieszczady versuchte er sogar, seine Schafe aus der Luft zu überwachen. Das erste Abenteuer mit einem Drachen endete jedoch mit der eingeschlagenen Nase und auf das zweite fehlte schon die Lust. Bei 250 Schafen helfen ihm außer dem Schäfergehilfen die kleinen, slowakischen Schäferhunde. Anscheinend der kleinste, 4 Monate alte Bobik, kommt am besten zurecht. Bogdan Lassak setzt nicht nur Schäfer-Familientradition fort. Im Winter jobbt er genauso wie sein Vater und der zweite Großvater als Ofensetzer, indem er Kachelöfen baut.
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