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Bacówka Siwa Polana

Bacówka Siwa Polana

Bacówka Siwa Polana
Zakopane Touristische Subregion: Krakowski
Freizeitangebot: andere
Von allen Tatra-Tälern ist Dolina Chochołowska das von Touristen am meisten besuchte Tal. Gibt es eine bessere Verstärkung vor einer langen Wanderung als ein Biss eines echten Schafskäses Oscypek oder eine Scheibe köstlichen Bundz (eine andere Art vom Schafskäse)? Den Proviant für einen Ganztagesausflug haben wir ganz nah in der Berghütte von Wojciech Słodyczka auf Siwa Polana, nahe dem Platz, wo während einer Papstreisen nach Polen der Hubschrauber mit Johannes Paul II landete.Die auf Almen weidenden Schafe sind ein relativ neues Bild in der Geschichte der polnischen Schäferei. Früher konnten sich die Bergbewohner solchen Luxus nicht leisten. Die Felder in den Bergen mussten gemäht werden, und eine Schafherde wanderte durch Wälder, so gab es auch kein Problem mit Borkenkäfern. In Polen wurden noch in den 80-ger Jahren ca. 7 Millionen Schafe weiden gelassen. Jetzt gibt es nur 350 Tausend. In Rumänien, wo ihre Zahl um neun Millionen geschätzt wird, gilt eine Herde bestehend aus drei tausend Stücken eine kleine Herde. Wojciech Słodyczka ist für 300 Schafe verantwortlich und für polnische Verhältnisse ist es eine schöne Zahl. Mit Schäferei beschäftigte er sich seit seinem sechsten Lebensjahr. Über die Jahre war er Schäfergehilfe in Jaworki, wo er von erfahrenen Schafhirten ausgebildet wurde. Seine erste Hütte hatte er in Ciche. Im Jahr 2007 erbaute er die Koliba (eine Hütte) bei der Mündung von Dolina Chochołowska und eben dort kann man von ihm nicht nur Oscypki, Żentyca (Molke aus Schafsmilch), sondern auch Bundz und Brimsen kaufen. Über die Qualität seiner Produkte zeugt der vor ein paar Jahren gewonnene erste Preis im jährlichen Oscypek-Festival von Zakopane. "Jetzt gibt es keine Zeit dafür" - sagt der Schafhirte, dessen Erbe in der Zukunft sein Schwiegersohn übernehmen soll.
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