Ein Treffen mit der Natur

Zdjęcie wodospadu w Magurskim Parku Narodowym
Małopolska ist eine außergewöhnliche Region, vor allem in Hinblick auf ihre Natur. Fantasievolle Zeugenberge und heißer Wüstensand, die malerischen Mäander der Weichsel und der zwischen den Felsen schlängelnde Dunajec, die grünen Beskiden und die Gipfel der Tatra, düstere Höhlen und rauschende Wasserfälle…

Ganze 55,3% der Fläche der Region Małopolska stehen unter Naturschutz: eröffnet wurden hier 6 Nationalparks, 11 Landschaftsparks, 10 Landschaftsschutzgebiete und 85 Reservate. Es gibt hier auch 2233 Naturdenkmäler. Zwei Bereiche – der Babia Góra Nationalpark und der Tatra Nationalpark –wurden außerdem zu UNESCO-Biosphärenreservaten erklärt, d.h. zu Orten, die ein Phänomen vom Weltrang darstellen und einzigartige Naturvorzüge bieten.

Eine derart abwechslungsreiche Landschaft muss mit einem Reichtum an Fauna und Flora einhergehen. Allein in den Nationalparks wurde mehr als die Hälfte aller Pflanzen- und Tierarten katalogisiert, die in Polen vorkommen. Ein echtes Unikat sind die Waldfragmente mit Primärwaldcharakter, die es noch in den Pieninen, auf dem Massiv von Babia Góra, in der Tatra und in den Sandezer Beskiden gibt. Diese Komplexe bilden ein Refugium für eine riesige Anzahl von Tieren, die selten bzw. vom Aussterben bedroht sind und auf der polnischen roten Liste stehen. In der Region Małopolska leben außerdem alle polnischen Raubsäugetiere: der Bär, der Wolf, der Luchs und die Europäische Wildkatze, hier auch, genauer gesagt in der Tatra, kann man das Alpen-Edelweiß und die Gämse  sehen - Symbole einer von menschlicher Hand unberührten Landschaft.

Die Naturschätze von Małopolska lassen sich auf zahlreichen touristischen Wegen bewundern - auf Wander-, Rad- oder Reitwegen. Denken Sie aber daran, dass in den Parks, in denen Naturschutz im Vordergrund steht, gewisse Regeln gelten, es ist vor allem verboten, die markierten Pfade zu verlassen. Man darf die Tiere nicht füttern, keine Pflanzen pflücken, auch nicht die kleinen und unscheinbaren Blumen. Die Felsen sollen ebenfalls auf ihrem Platz bleiben. Die Natur mag außerdem weder Lärm noch Müll. Respektieren wir also diese, immerhin sehr bescheidene Anforderungen.